Methodik
Das Hauptproblem vieler Menschen, die Schwierigkeiten damit haben einen guten Text zu verfassen, besteht darin, dass sie die verschiedenen Schreibstadien vermischen bzw. parallel angehen.
Während sie versuchen Ideen zu entwickeln und diese zu ordnen, machen sie sich Sorgen über die richtige Orthographie, Grammatik, den Seitenaufbau, die Interpunktion etc. Die Folge davon sind lange, verschachtelte Sätze, ein unübersichtlicher Aufbau und ein holpriger Stil.
Der Leser wird so mit einem Schriftstück konfrontiert, das schwer verständlich ist und bei ihm naturgemäß Frustration auslöst. Was passiert? Der Empfänger legt das Blatt zur Seite und die Reaktion, die der Schreiber eigentlich erwartet hat, verzögert sich oder bleibt überhaupt aus.
Beginnen wir daher den Schreibprozess in sechs Phasen zu gliedern.

1. Das Ziel formulieren
Bestimmen Sie, WARUM Sie schreiben. Das ist der Grundstein, auf dem Sie Ihr Dokument aufbauen.
2. Ideen sammeln
Seien Sie kreativ und halten Sie jeden Gedanken fest, der Ihnen helfen könnte Ihr Ziel zu erreichen. Schreiben Sie alle Ideen auf, die Ihnen in den Sinn kommen. Es ist weitaus besser zu viele, als zu wenige Ideen zu haben. Sie können diese später immer noch aussortieren.
3. Ideen sortieren und auswählen
Entscheiden Sie nun, welche dieser Ideen Ihnen dabei helfen Ihr Ziel zu erreichen. Gruppieren Sie diese nun in Themenblöcke, welche die Hauptbereiche Ihrer Unterlage darstellen.
4. Themen ordnen
Entscheiden Sie in welcher Reihenfolge Sie Ihre Themen anordnen möchten. Diese bestimmt die Struktur Ihres Schreibens und ist von Ihrem Ziel abhängig.
5. Schreiben
Darunter versteht man den mechanischen Schreibprozess. Nachdem Sie die ersten vier Schritte erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie sich nun voll auf die richtige Sprache, Grammatik und das Layout konzentrieren.
6. Feinschliff geben
Überprüfen Sie nochmals ob Sie mit diesem Schreiben Ihr ursprüngliches Ziel erreicht haben und geben Sie Ihrem Dokument den letzten Schiff (Wortwiederholungen, Internpunktion, überflüssige Worte etc.) bevor Sie es weiterleiten.
Sie werden beim Arbeiten erkennen, dass die ersten vier Schritte des Schreibprozesses ein kreativer Akt sind. Ab dem Moment, in dem Sie den fünften Schritt erreichen, sollte die Kreativität aber beendet sein. Sie müssen genau wissen, was Sie schreiben werden. Wenn Sie neue Ideen haben während Sie bereits die Niederschrift anfertigen, sollten Sie unterbrechen und zu Schritt zwei zurückgehen.









