Wissenschaftliche Evaluation

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Zwei umfassende qualitative Evaluationen einer Anzahl englisch- sowie deutschsprachiger Pro Read Kurse wurden 2002 und 2003 von der Arbeitsstelle für Kommunikationsgeschichte und interkulturelle Publizistik (AKiP) auf das Freie Universität Berlin (FUB) durchgeführt. Das von uns verwendete Testverfahren und die einzelnen Ergebnisse werden darin erläutert, untersucht und bewertet.

Evaluation von sechs deutschsprachigen Kursen, Oktober 2002 bis Juli 2003. Zu Beginn des Kurses ist die Lesegeschwindigkeit relativ einheitlich. Die Werte liegen im Wesentlichen zwischen 200 und 300 WpM (Durchschnitt aller Teilnehmer/innen: 252 WpM). Im Laufe des Kurses wird die Lesegeschwindigkeit von allen Teilnehmer/inne/n stetig erhöht. Liegen die Werte zu Beginn des Kurses noch sehr dicht beieinander, erstreckt sich am Ende der Bereich überwiegend von 400 bis 700 WpM.

Erfahrungs- und Ausbildungsunterschiede innerhalb der Teilnehmenden-Gruppe schlagen sich nicht in signifikant unterschiedlichen Lesegeschwindigkeiten nieder. Dies deutet darauf hin, dass ab einem gewissen Niveau schnelleres Lesen nicht primär von diesen Faktoren abhängt, sondern eine eigene, unabhängig zu verbessernde Fähigkeit ist.

Die Entwicklung der Effective Reading Rate (ERR) ähnelt der der Lesegeschwindigkeit. Zu Beginn des Kurses liegen die Werte in einem vergleichsweise engen Bereich zwischen ERR 120 und 220 (Durchschnitt aller Teilnehmer/innen: ERR 173). Ähnlich wie die Lesegeschwindigkeit steigt auch die effektive Leserate stetig. Am Schluss steht eine Verbesserung der Effective Reading Rate aller Teilnehmer. Die Werte sind gegen Ende sehr viel breiter gestreut als zu Beginn; sie bewegen sich im Wesentlichen zwischen ERR 300 und 600.  Die durchschnittliche Verbesserung aller Kurse hinsichtlich der ERR liegt bei dem Faktor 3,05. Hier die Vollständiger Evaluationsbericht.

Erläuterungen:
Lesegeschwindigkeit = WpM (Wörter pro Minute)
Verständnisgrad = gemessen anhand der Beantwortung von zehn Multiple-Choice-Fragen im Anschluss an die Textlektüre
Effective Reading Rate (ERR) = Effektive Leserate = WpM multipliziert mit Verständnisgrad


Freie Universität Berlin
Freie Universität Berlin

Evaluation von acht englischsprachigen Kursen, Dezember 2001 bis Juli 2002 (Resümee). Die Analyse zeigt, dass die im Pro Read-Training erzielten Verbesserungen der Lesefähigkeit messbar, signifikant und nachhaltig sind. Die von den Teilnehmer/inne/n selbst dokumentierte Lernentwicklung im Kurs zeigt, dass sie ihre Leseeffizienz deutlich verbesserten - gemessen an der Effective Reading Rate (ERR), die Geschwindigkeit und Verständnis vereint. Als Verbesserungsfaktor ergab sich pro Kurs eine um das 2,6 bis 4,1fache erhöhte Leseleistung - das ist eine durchschnittliche Steigerung um den Faktor 3,4. Mit Werten von ERR 327 bis 470 pro Kurs wurden Leseleistungen erzielt, die um das 3-4fache über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegen.

Die Teilnehmer/innen bewerten die wesentlichen Kurselemente durchschnittlich mit 'very good'. 85% der Absolventen würden den Kurs weiterempfehlen.

Der Vergleich der Leseleistung von Kursabsolvent/innen mit der von Nicht-Teilnehmer/innen ist für die Bewertung des Kurses besonders wichtig. Er ergab, dass die Absolvent/innen deutschsprachige Texte mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad durchschnittlich um das 1,5- bis 2-fache effizienter lesen.
 
Studie der Universität Newcastle-upon-Tyne
Ende der neunziger Jahre hat die Universität Newcastle-upon-Tyne (England) unseren Kurs in einer Studie untersucht. Dabei wurde nicht nur die Leseeffizienz der Probanden direkt vor und nach dem Kurs verglichen.

In einem Follow-up nach neun Monaten wurde die Leseeffizienz der Studienteilnehmer erneut gemessen. Auch nach dieser Zeit lasen die Teilnehmer immer noch rund 2,5-mal effizienter als vor der Kursteilnahme.

Hier die Zusammenfassung der Untersuchung in englischer Sprache.