Häufig gestellte Fragen

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„Warum soll man alles schneller lesen? Wofür ist schnelles Lesen gut?“

Die entscheidende Aussage des ProRead-Trainings ist, dass das schnelle Lesen kein Selbstzweck ist, sondern die Voraussetzung für einen qualitativ verbesserten Leseprozess. Durch die Vermeidung von Lesefehlern, die das Verständnis beeinträchtigen (insbesondere durch eine mangelhafte Blickführung), ergibt sich zwangsläufig auch eine Steigerung des Lesetempos.

"Wie schnell kann man lesen lernen?"

Das Auge nimmt nur bis 6 Mal in der Sekunde neue Einzelbilder wahr. Diese Begrenzung stellt das ikonische Gedächtnis dar, das ist die sensorische Speicherung, die auf der Netzhaut erfolgt. Die Fotorezeptorzellen empfangen und setzen das einfallende Licht in elektrische Impulse um, die über die Sehnerven an das Gehirn weitergeleitet werden. Die Fotorezeptoren können die dafür notwendige Chemie nicht mehr als 6 Mal in der Sekunde ausschütten.

Weiters können die Muskeln, die das Auge bewegen, auch nicht schneller als bis zur 6 Mal in der Sekunde Position wechseln.

Wenn wir beim Lesen von "Chunking" sprechen, also das Erfassen von Wörtern in Sinngruppen, geschieht dies auch bei sehr geübten Lesern mit bis zur 6 Wörtern pro Chunk. Dadurch ergibt sich eine Lesegeschwindigkeits-Obergrenze bei

  • 6 Wörtern pro Fixierung (Chunk), mal
  • 6 Fixierungen pro Sekunde, mal
  • 60 Sekunden pro Minute, was

2160 WpM (Wörter pro Minute) ergibt. Bei uns lernen Sie schon mit 3x3x60 zu lesen, was immerhin 540 WpM bedeutet, bei zunehmendem Verständnis. Anbieter von anderen Typen von Leseseminaren, die mehr als 2000 WpM versprechen, sind daher nicht seriös zu nehmen. Sie sollten auch die zu erreichende Steigerung des Verständnisses bei anderen Anbietern hinterfragen. Daran wollen sich andere Anbieter erst gar nicht messen und können auch nicht akademisch geprüfte Ergebnisse vorlegen!

„Werde ich nach dem Kurs alles doppelt so schnell lesen?“

Nein. Ziel des ProRead -Kurses ist nicht, einfach alle Texte zwanghaft schneller zu lesen; es soll auch nicht eine einzige Lesetechnik gleichförmig auf alle Texte angewendet werden. Es geht nicht einfach um Speed Reading, sondern um eine größere Vielfalt und Bandbreite an möglichen Techniken und Geschwindigkeiten. Die meisten Leser/innen variieren ihr Lesetempo lediglich zwischen 150 und 300 Wörtern pro Minute. Bei uns können Sie lernen, darüber hinaus auch deutlich höhere Bereiche zu erschließen – je nach Text und Interesse. Die dafür verwendeten Techniken sind Allgemeingut der Leseforschung und werden in zahlreichen anderen Leseschulungen in ähnlicher Weise empfohlen.  

Texte von sehr hohem Schwierigkeitsgrad müssen, Gedichte und Belletristik wollen zumeist eher langsam gelesen werden – an diesen fundamentalen Lese-Erfahrungen möchte auch unser Kurs nichts ändern. Bei Sachtexten von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad hingegen fördert ein verdoppeltes bis verdreifachtes Lesetempo Konzentration und Verständnis.

"Gibt es Parallelen zwischen ProRead und Speed Reading (SpeedReading), Photo Reading (Photoreading), Fotolesen, Flächenlesen u.a. Schnelllesetechniken?"

Das ProRead-Training beschränkt sich auf die praktische Umsetzung der grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema „Lese-Effizienz“, die von praktisch allen Seiten empfohlen werden. Vor allem betrifft dies die Optimierung der Blickprozesse und die beschleunigte, zielgerichtete Verarbeitung von Sinnsignalen. Es geht nicht darum, einen möglichst großen Umfang an theoretischem Wissen über Lesetechniken zu vermitteln. Ziel des Kurses ist die konsequente Einübung und Automatisierung weniger Basistechniken, die bei allen Kursteilnehmern zu einem spürbaren und sofortigen Erfolg führen.

Zum Vergleich des ProRead-Kurses mit anderen Anbietern von Lesekursen siehe den Artikel in „e-fellows“ vom Februar 2006.

„Wodurch werden die guten Kursergebnisse ermöglicht? “

Pro Read vermittelt die Techniken, die gute Leser/innen „von Natur aus“ unbewusst anwenden. Der Erfolg des Kurses beruht in erster Linie darauf, dass diese Techniken unmittelbar in die Praxis umgesetzt und intensiv trainiert werden. In der ersten Kurshälfte stehen das physische Augentraining und die Steigerung der Lesegeschwindigkeit im Vordergrund. Danach wird das Verständnis konsolidiert, und es werden flexible Lesestrategien entwickelt, die je nach Text und Leseziel eine unterschiedliche Intensität und Geschwindigkeit ermöglichen.

„Geben Sie eine Art Garantie für den Erfolg? “

Der Kurs ermöglicht ausnahmslos jedem Teilnehmer eine deutliche Verbesserung seiner Leseleistung. Die meisten Teilnehmer verdoppeln ihr Lesetempo und erzielen dabei ein höheres Verständnis. Diese Resultate ergeben sich in erster Linie aus der stark auf praktisches Training ausgerichteten Kursdidaktik; das Ausmaß der Verbesserung wird daher wesentlich von Engagement und Motivation der Teilnehmer beeinflusst. Obwohl die Verinnerlichung der neuen Lesetechniken zu großen Teilen bereits im Kurs selbst erreicht wird, hängt das langfristige Leseniveau auch von der Bereitschaft zu kleineren Wiederholungen ab. Diesen Prozess werden wir nach Kursende systematisch unterstützen. Falls Sie eines unserer kostenfreien Nachtreffen besuchen und dort feststellen, dass Sie mit Ihrer Leseleistung noch nicht zufrieden sind, können Sie den Kurs gratis wiederholen.

„Reichen die zwei Kurstage aus oder sind Nachschulungen erforderlich?“

Das kompakte Praxistraining unseres ca. 12stündigen Intensivkurses bedeutet für praktisch alle Teilnehmer einen unmittelbar spürbaren Durchbruch zu einer signifikant verbesserten Lesekompetenz. Am Kursende sind die veränderten Blick- und Wahrnehmungsprozesse im Allgemeinen bereits zu einem hohen Grad automatisiert. Indem Sie im Anschluss an den Kurs an Ihrem Schreibtisch Ihre eigenen Texte lesen, vertiefen Sie diesen Prozess ganz von alleine.

Das Thema Leseverbesserung sollte jedoch nach dem Kurs nicht als erledigt betrachtet werden. Unsere Empfehlung lautet, in den ersten zwei Wochen nach Kursbesuch täglich 10 Minuten in die Wiederholung und Verfestigung der Kursinhalte zu investieren. Wir unterstützen diesen Vertiefungsprozess (falls gewünscht) durch ein Kompakttraining per E-Mail in den ersten Wochen nach dem Kurs sowie durch regelmäßige Erinnerungen an einzelne Aspekte des Kurses (ebenfalls per E-Mail) und (in Berlin und Frankfurt/Main) durch kostenfreie Nachtrainings mit einem Kurstrainer. Darüber hinaus hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, den Kurs nach Besuch eines Nachtrainings kostenfrei zu wiederholen (in der Sprache des ersten Kursbesuchs), was jedoch nur in Ausnahmefällen erforderlich sein wird. Gerne helfen wir auch nach dem Kurs noch über Gespräche und Korrespondenz, bestehende Unklarheiten oder Schwierigkeiten zu beseitigen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Kursendergebnisse bei Nachtests mehrere Monate nach dem Kurs bei 40 % aller Teilnehmer durch Automatisierung noch leicht gesteigert werden. Bei den übrigen Teilnehmern liegen sie zwar niedriger, aber auch noch weit über den Ausgangsergebnissen. Den Verbesserungsmöglichkeiten sind prinzipiell keine Grenzen gesetzt – bei Bedarf können Sie durch systematische Nutzung der von uns zur Verfügung gestellten Techniken und Angebote Ihre Lesekompetenz permanent weiter in die Höhe treiben.

„Sind die im Kurs vermittelten Techniken auch für schwierige Fachtexte geeignet?“

Im Kurs selbst werden aus didaktischen Gründen einfache bis mittelschwere Texte verwendet: Die Heranziehung sehr schwierigen Textmaterials würde die Einübung neuer Lesegewohnheiten unnötig erschweren und erforderte außerdem eine Differenzierung nach diversen Fach- und Interessensschwerpunkten, die im Rahmen eines Gruppentrainings kaum leistbar wäre. Die von uns vermittelten Lesetechniken können aber prinzipiell gleichermaßen auf schwierige und einfache Texte angewendet werden; Gleiches gilt für die Kursthemen Gedächtnis, Konzentration und Lernpsychologie.

Auch bei der Lektüre komplexer juristischer oder technischer Fachtexte muss nicht jedes einzelne Wort separat erfasst werden, und ständiges Zurückspringen in derselben Zeile wirkt sich auch hier auf Lesetempo und -verständnis hinderlich aus. Obwohl bei schwierigen Texten naturgemäß eine größere Neigung zum Mitsprechen, Zurückspringen und Wort-für-Wort-Lesen besteht als bei einfachen, ist es eine Frage der Übung und Gewöhnung, auch hier eine angemessene Verbesserung der Leseleistung zu erzielen. Selbst eine 25%ige Temposteigerung spart Ihnen bei täglich zwei Stunden Lesezeit 14 Arbeitstage pro Jahr.

Wir gehen ohnehin nicht davon aus, dass Fachliteratur nach dem Kursbesuch in doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit gelesen werden sollte, sondern legen hier den Akzent auf intensiveres, konzentrierteres Lesen und besseres Verständnis.

Außerdem empfehlen wir, wichtige Texte mehrfach zu lesen: Bei der erneuten Lektüre dürfte wegen des schon erreichten Vorverständnisses und verbesserter Blickprozesse leicht ein wesentlich höheres Tempo erzielt werden. Die im Kurs vermittelten flexiblen Lesestrategien erleichtern insbesondere die Literaturrecherche und ermöglichen eine optimale Anpassung des Lesetempos und der Leseintensität an den gegebenen Stoff. 

"Kann der Kurs schädliche Folgen oder Nebenwirkungen für meine Lesefähigkeit zeitigen?"

In rund 40 Jahren Pro Read -Trainingserfahrung ist uns noch nie ein derartiger Fall bekannt geworden. Einige Fachleute vermuten, dass eine vollständige Vermeidung des „inneren Mithörens“ die notwendige Leseroutine unterminieren kann. Im Pro Read Kurs geht es jedoch lediglich um eine Reduzierung dieser inneren Stimme, die im Einklang mit den individuellen Möglichkeiten trainiert wird. Manchen Teilnehmer/innen gelingt auf diese Weise tatsächlich eine ausschließlich visuelle Aufnahme der gedruckten Symbole; dies ist die Voraussetzung für das Erreichen sehr hoher Lesegeschwindigkeiten von über 1000 Wörtern pro Minute. Wir verdeutlichen jedoch von Anbeginn, dass dies nur von wenigen erreicht werden kann und nicht forciert werden sollte. Schon ein Lesetempo von 400-500 Wörtern pro Minute bedeutet in den meisten Fällen eine Verdopplung der Geschwindigkeit, ermöglicht aber immer noch ein „inneres Mithören“ des größten Teils des Gelesenen.

„Welche Qualitätsmaßstäbe bringen die von Ihnen eingesetzten Trainer mit?“

Alle Trainer haben bereits Erfahrung mit der Ausbildung von Erwachsenen, haben den Kurs als Teilnehmer und als Beobachter erlebt und wurden anschließend in einem mindestens fünftägigen Training mit den speziellen Aufgaben in diesem Kurs vertraut gemacht. Erste Kurse wurden in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Trainer absolviert, bis die Qualifikation für ein eigenständiges Training aufgebaut war. Der systematische Erfahrungsaustausch innerhalb unseres Trainerteams ermöglicht die ständige Weiterentwicklung methodischer und didaktischer Aspekte des Kurses. Ein ausführliches Trainerhandbuch bietet die Sicherheit, dass die Kursziele über Ablauf, Methode und Inhalt erfüllt werden. Über die fortlaufende Evaluierung aller Kurse werden unsere hohen Qualitätsstandards stets von neuem überprüft und sichergestellt.

„Welche Materialien verwenden Sie für das Training?“

Um den größtmöglichen Erfolg der Teilnehmer zu erreichen, wird mit unterschiedlichsten Materialien und Geräten gearbeitet: Ein Arbeitsbuch beinhaltet abwechslungsreiche Übungen und die wesentlichen Aussagen zur Verbesserung der Lesefähigkeit. Speziell entwickelte und copyright-geschützte Tests ermöglichen die kontinuierliche Feststellung der im Kurs erreichten Verbesserungen. Ein patentierter „Rate Controller“ zwingt zur Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse und ermöglicht damit das Lösen von falschen Lesegewohnheiten.
Ein „Tachistoskopshutter“ verdeutlicht den Teilnehmern ihre Fähigkeit, Texte sehr schnell wahrnehmen zu können und motiviert zur Umsetzung der empfohlenen Lesetechniken.
Weitere Bücher und Unterlagen unterstützen und verstärken den Lernprozess.

Alle im Kurs verwendeten Materialien und Geräte werden von Improved Reading bereitgestellt und sind in der Kursgebühr enthalten. Das Arbeitsbuch mit den Notizen zum Kursinhalt bleibt im Besitz der Kursteilnehmer. Die Kursgebühr beinhaltet ferner ein Zertifikat, mit dem die im Kurs erzielte Verbesserung der Leseleistung dokumentiert wird.

„Ist das Training auch für Teilnehmer mit speziellen Leseschwächen geeignet (Legasthenie, ADS-Syndrom, Augenschwächen etc.)?“

Unserer Erfahrung nach erzielen ausnahmslos alle Teilnehmer eine deutliche Verbesserung ihrer Leseleistung, wenn auch der Grad der Verbesserung stark schwanken kann. Wenn ein Teilnehmer aufgrund von gravierenden Augenproblemen, Sprachproblemen, starker Legasthenie etc. unerwartet hohe Schwierigkeiten hat, dann kann er das Training abbrechen und erhält seine Kursgebühr in vollem Umfang zurückerstattet.

„Ab welchem Alter ist dieses Training sinnvoll?“

Teilnehmer sollten bereits über einige Lese-Erfahrung verfügen, was üblicherweise ab einem Alter von 15 Jahren der Fall ist.

„Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich, um an dem Training teilzunehmen?“

Der Kurs kann in der englischsprachigen Originalversion und in der weitgehend übertragenen, nur in wenigen sprachspezifischen Elementen angepassten, deutschen Fassung unterrichtet werden. Grundsätzlich empfehlen wir den englischsprachigen Kurs immer dort, wo die zügige und verständnisvolle Lektüre englischsprachiger Texte von Bedeutung ist. Gute Schulenglisch-Kenntnisse reichen üblicherweise aus, um die wesentlichen Elemente besseren Lesens zu verstehen und anzuwenden. Bei nicht so guten Englischkenntnissen stellen wir häufig sogar einen überproportionalen Anstieg der Leseeffizienz fest, weil die üblichen Blockaden bei der Einübung neuer Techniken durch das unbekannte Vokabular reduziert werden. Andererseits ist natürlich die Attraktivität der Leseübungen umso größer, je besser das Verständnisniveau ist.

„Warum ist der Kurs so teuer?“

Pro Read ist ein jahrzehntelang erprobtes Konzept, das über die Vergabe von Lizenzen weltweit angeboten wird. Das schafft Erfolgssicherheit, und diese kostet ihren Preis. Da es sich bei Pro Read um einen privaten Seminaranbieter handelt, der nicht von staatlichen Subventionen getragen wird, können unsere Kursgebühren grundsätzlich nicht mit denen für universitätseigene Angebote (Sprachkurse, Hochschulsport und Ähnliches) verglichen werden. Die Liste der davon zu bestreitenden Ausgabenposten ist lang: Material, Lizenzgebühren, Trainerhonorar, Raummiete, Transport, Informationsmaterial und -veranstaltungen, Verteilung von Flugblättern und Plakaten, Weiterentwicklung der Kursinhalte, Verwaltung und Koordination.

Die von den meisten (95%) Teilnehmer/inne/n erzielte Verdoppelung der Lesefähigkeit ermöglicht Studierenden wie Berufstätigen einen erheblichen Zeitgewinn, zu dem die investierte Kursgebühr langfristig in einem geringfügigen Verhältnis steht.

Mit der einmal erfolgten Zahlung kann der Kurs so oft besucht werden, bis sich – auch langfristig – eine signifikante Verbesserung der Lesefähigkeit eingestellt hat (siehe oben). In der Regel genügt jedoch der einmalige Kursbesuch. Daher gibt es praktisch kein Risiko.

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